Brücke für fünf Monate dicht

Hier ist der Text ausschließlich formatiert (Absätze gesetzt), ohne inhaltliche oder sprachliche Änderungen:
Tempo 30 gilt auf diesem Nadelöhr bereits seit über einem Jahr, doch demnächst wird die kleine Brücke auf der Wasserstraße vorübergehend dicht gemacht.
Das Tiefbauamt wird die 135 m lange Brücke zwischen der Springorumallee und der Stensstraße, die über das Wiesental führt, ab Ende März umfangreich sanieren. Das geht nur unter Vollsperrung – aber die hat es in sich.
Der Reihe nach: Die Brücke wurde Ende der 1980er gebaut und bietet zwei Fahrstreifen mit jeweils 3,50 Metern Breite Platz. An beiden Seiten be nden sich zwei Meter breite Kappen, die mittlerweile als Geh- und Radweg genutzt werden – obwohl sie ursprünglich nicht dafür vorgesehen waren.
Zunächst nur für den Autoverkehr vorgesehen, gab es auf der Brücke daher nur ein 7,5 cm hohes Randbord und eine Stahlleitplanke als Schutz. Später wurde die Leitplanke entfernt. Stattdessen wurden zusätzliche Bordsteine aufgeklebt, um die Kante zu erhöhen. Das Geländer blieb jedoch bei 1 m Höhe.
Was damals wie eine einfache und schnelle Lösung wirkte, reicht nicht mehr: Für Brücken, auf denen mittlerweile auch Fußgänger und Radfahrer unterwegs sind, muss ein Geländer mindestens 1,30 m hoch sein. Außerdem sind die verwendeten Kurzpfostengeländer so nicht mehr erlaubt, weil sie Fahrzeuge nicht aufhalten.
Auch das Randbord entspricht nicht mehr den Vorgaben. Wenn es keine zusätzliche Leitplanke gibt, muss es so gebaut sein, dass es Fahrzeuge tatsächlich auf der Fahrbahn hält. Aufgeklebte Steine können das nicht.
Und auch ein Fußweg am Anfang und Ende der Brücke in Richtung Stensstraße gibt es nicht.
Das alles muss geändert werden, und das dauert. Das Tiefbauamt hat mitgeteilt, dass die Arbeiten „vom Beginn der Osterferien bis zum Ende der Sommerferien vorgesehen sind.“
Sie erfolgen unter Vollsperrung der Brücke, die somit von Ende März bis Anfang September dicht ist. „Aufgrund der schmalen Fahrbahnbreite sind die Arbeiten unter einer halbseitigen Sperrung nicht möglich“, so das Tiefbauamt.
Knapp fünf Monate ist die Brücke, die an der Ausfahrt der Autobahn 448 viel Verkehr von und nach Weitmar, Linden und Dahlhausen aufnimmt, dann gesperrt. Es müssen lange Umwege gefahren werden.
Die Umleitungsstrecke führt bereits ab der Königsallee über die Prinz-Regent-Straße und dann entweder über die Straße „Am Kuhlenkamp“ weiter auf die Hattinger Straße, oder „An der Holtbrügge“ zur Wasserstraße.
Der von der A 448 kommende Verkehr wird auf die Springorumallee umgeleitet und von dort weiter auf die Prinz-RegentStraße.
Radfahrer und Fußgänger können während der Sperrung weiterhin durch das Wiesental das Nadelöhr passieren – wie bisher übrigens auch schon.
