Pläne für den Friemannplatz vorgestellt

Nach mehreren Jahren der Diskussion wird endlich deutlicher, wie der Friemannplatz künftig aussehen soll. In der Bezirksvertretung Mitte wurden jetzt die Pläne im Detail erläutert.
Das Herzstück ist ein neues Kreativ- und Bewegungsband, das sich von Westen nach Osten über den Platz zieht und ihn in zwei Bereiche gliedert. Im nördlichen Teil entstehen großzügige Grünflächen mit einem Naturspielbereich für Kinder, einem Motorikparcours für Bewegung und Fitness sowie Sitzgruppen und Wiesen zum Verweilen. Im südlichen Bereich bleiben weiterhin 21 Parkplätze erhalten.
Eine wichtige Veränderung betrifft den Wochenmarkt. Dieser soll künftig auf der östlichen Seite des Platzes und auch teilweise im Bereich der Bruchspitze stattfinden. Durch freie Sichtachsen und neue Wegeverbindungen wird das Kirchengelände stärker in das Gesamtbild des Platzes eingebunden. Dafür sollen die Container am Straßenrand an einen anderen Ort verschwinden.
Zum neuen Mittelpunkt des Platzes soll ein Wasserspiel werden. Es dient nicht nur als Blickfang, sondern sorgt an warmen Tagen auch für Abkühlung. Ergänzt wird dieser Bereich durch einen großen Gemeinschaftstisch unter einem schattigen Baumdach, der als Treffpunkt für Menschen aller Generationen gedacht ist.
Besonderes Gewicht legt die Planung auf die Begrünung. Die Grünflächen werden gegenüber dem heutigen Zustand um rund 40 Prozent erweitert. Gleichzeitig sollen die befestigten und versiegelten Flächen um etwa ein Viertel reduziert werden. Die vorhandenen Bäume sollen möglichst vollständig erhalten bleiben. Zusätzlich sind 21 neue, klimaangepasste Bäume vorgesehen. Staudenbeete, Wiesenflächen und naturnahe Bereiche sollen darüber hinaus die Artenvielfalt fördern und die ökologische Qualität des Platzes verbessern.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit Regenwasser. Das Konzept folgt dem sogenannten Schwammstadt-Prinzip. Regen soll möglichst dort aufgenommen werden, wo er fällt, im Boden versickern oder verdunsten. Eine Ableitung in die Kanalisation wollen die Planer weitgehend vermeiden. Damit soll der Platz besser auf zunehmende Hitze- und Starkregenereignisse vorbereitet werden.
Für die Umsetzung sind im laufenden und im nächsten Haushaltsjahr lediglich 300.000 Euro vorgesehen. Erst 2028 und 2029 plant die Stadt mit Millionensummen.
