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Aldi sichert sich Grundstücke

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In die Neubauplanungen für den Aldi-Markt in Altenbochum kommt wieder Bewegung. Der Discounter Aldi Nord hat sich die Grundstücke am Lindengraben 14 und an der Wittener Straße 201 „vertraglich gesichert“. Das wurde auf Anfrage bestätigt.


In dem eingeschossigen Gebäude am Lindengraben befindet sich die in die Jahre gekommene Aldi-Filiale. Bei der Adresse Wittener Straße 201 handelt es sich um eine alte Stadtvilla aus dem Jahr 1898.

Schon vor Jahren war geplant, beide Gebäude abzureißen, um an derselben Stelle einen Neubaukomplex samt Aldi-Markt zu errichten. Es gab sogar bereits konkrete Vorstellungen: Nach damaligen Plänen sollte der Markt in einen neuen, langgezogenen Gebäudekomplex integriert werden, darüber waren 45 Wohnungen vorgesehen.
Ein Investor hatte den gesamten Bereich 2018 gekauft, geriet jedoch später in die Insolvenz. Danach passierte jahrelang nichts.

Im April 2025 standen beide Grundstücke samt Immobilien schließlich zur Zwangsversteigerung an. Der angesetzte Termin wurde laut Amtsgericht Bochum jedoch kurzfristig aufgehoben und als „erledigt“ zu den Akten gelegt. Offenbar hatte es in letzter Minute doch noch einen Käufer gegeben – dass es sich dabei um Aldi Nord handelte, wurde erst jetzt bekannt.

Direkt loslegen konnte der Discounter dennoch nicht. In der alten Stadtvilla bestanden langfristige Mietverträge, unter anderem für eine Zahnarztpraxis. Diese ist inzwischen ausgezogen, die Behandlungsräume sind seit Februar endgültig geschlossen.

Ob die ursprünglichen Neubaupläne umgesetzt werden, ist derzeit offen. Auch eine komplett neue Planung ist möglich. „Zur konkreten Nutzung befinden wir uns noch im Austausch mit der Stadt“, heißt es von Seiten des Discounters. Bei der Stadt verweist man auf Datenschutz und gibt vorerst keine weiteren Informationen heraus.

Beide Immobilien sind stark in die Jahre gekommen. Mit einem möglichen Abriss der über 120 Jahre alten Stadtvilla würde auch ein Stück Altenbochumer Geschichte verloren gehen. In dem Gebäude wurden zunächst Kohle und Öl verkauft, später zog ein Rechtsanwalt ein. Es folgten eine Wäscherei und schließlich eine Zahnarztpraxis.

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