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Ein Stall voller Geschichten

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Aus einem traurigen Zwischenfall ist etwas Schönes entstanden: Einst ein kleiner Hühnerstall, ist es nun ein öffentlicher Bücherschrank. „Und der erfreut sich großer Beliebtheit“, sagt Initiatorin Nicky Robineck.
Doch warum wurde ausgerechnet aus einem Hühnerstall ein Bücherschrank? „Wegen des Waschbären“, sagt Robineck schulterzuckend.

Denn eigentlich diente das kleine Holzhäuschen in ihrem Garten in Sundern als Stall für fünf Hühner. Doch eines Nachts drang ein Waschbär in den Stall ein. „Von dem Krach sind wir aufgewacht. Das war wirklich schlimm. Ein Huhn hat er sich geholt und mitgenommen. Wir konnten nichts mehr machen“, erinnert sich Robineck. Seitdem ließ sich der Waschbär beinahe jede Nacht in den Garten blicken. Auf den Aufnahmen einer installierten Kamera war zu sehen, „wie er Nacht für Nacht immer und immer wieder auf dem Dach des Hühnerstalls saß und lauerte“, erzählt Robineck.

Passiert ist zwar nichts mehr, aber Hühner haben die Robinecks auch keine mehr. „Die haben wir schweren Herzens abgegeben. Zu einem Bauernhof, wo auch andere Hühner leben – und vor allem ein Wachhund“, so Robineck. Doch seither stand ihr Hühnerhaus im Garten leer – und bot Raum für neue Ideen. „Ich hatte schon länger die Idee und den Wunsch, einen öffentlichen Bücherschrank bei uns aufzustellen“, sagt Robineck. Kurzerhand wurde das alte Hühnerhaus umfunktioniert, nach einigen Besuchen im Baumarkt umgebaut und liebevoll angestrichen. Entstanden ist nun ein Ort zum Tauschen und zum Stöbern. 

„Das wird wirklich super angenommen. Am Anfang habe ich da ein paar Bücher reingestellt, mittlerweile ist er sehr, sehr gut gefüllt“, sagt Robineck, die den Schrank regelmäßig kontrolliert. Nachbarn und Bücherfreunde nutzen ihn. „Es ist schön zu sehen, wie aus einer kleinen Idee eine lebendige Gemeinschaftsaktion geworden ist“, sagt Robineck. Und der Waschbär? „Der kommt nachts immer noch, das sehen wir auf der Kamera“, sagt Robineck. Aber Interesse an dem umgebauten Hühnerstall hat er keinen mehr ...

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